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Ein Ronin und die Republikaner
#1
Nur wenige Tage sind nun vergangen.
Noch immer hängt die Leiche des Blödmanns am Eingang von Vela Port.
Noch.
Doch irgendwas wird passieren.
Mein Instinkt warnt mich vor.
Diese Aktion, eine gezielte Provokation von mir,
die eine entsprechende Reaktion implementieren muss!
Ich nutze die Zeit und bereite mich vor.
Und schließlich ist es soweit.
Ein Anruf der Hafenmeisterei.
Ich möge dringend dort vorsprechen.
Eine Sache der äußersten Dringlichkeit.
Was mag das wohl sein..?


Ich, the Enginner, ein Roninof Amarak, ein Relikt der alten Welt, bin vorbereitet.



Und so macht sich der Engineer nun auf dem Weg zur Hafenmeister.
Ich habe einen Termin um 10:00 Uhr morgens.
Entgegen meiner Natur bin ich heute rasiert.
Trage Hemd, Kravatte und Ausgeh-Uniform.
Und bin pünktlich.
Ich betrete das Besprechungszimmer und im bin selben Augenblick erstaunt und verwundert.
Wie angewurzelt bleibe ich stehen und mustere die anwesende Menschenmenge.
Entgegen meiner Erwartungshaltung, auf die Hafenbehörde zu treffen, ist außerdem
Der Stationsvorstandsvorsitzende, der Stationsrat und der Polizeichef anwesend.

Noch bevor ich "guten Morgen" sagen kann, was mir eh schwer über die Lippen gegangen wäre,
startet die Gegenseite die Gesprächsoffensive.
Thema: Die Leiche im Eingangsbereich.

"Das wir mit Leuten wie Ihnen hier und da mal Probleme haben, ist uns ja nicht neu", startet der Stationsvorstandsvorsitzende.
"Aber was Sie sich hier wieder geleistet haben, ist ja wohl die Höhe!"

"Wir werden Ihr Verhalten nicht weiter tolerieren, noch werden wir diese Zumutung im Eingangsbereich weiter hinnehmen.
Wir geben Ihnen 2 Tage Zeit, diesen Kadaver zu entfernen, andernfalls übernehmen wir das und werden die enstehenden Kosten
an Sie weiterbelasten, zuzüglich einer Strafe inm Höhe von 1.200.000 Cr!" schnauzt mich der 1.Sprecher des Stationsrats an.

Dass wir Ronins nicht auf den Kopf gefallen sind, ist euch ja bekannt.
was ich nun sage, entspricht der Wahrheit und hat sich wirklich so zugetragen.
Besser ihr setzt euch hin.

"Meine Herren!" so konter ich gelassen und werde zugleich frech.
"Setzen Sie sich bitte hin und halten alle mal das Maul"
Zack ist Ruhe ich Saal.....

Und gebe nun folgendes von mir:

"im republikanischen Amarakischen Handelsgesetzbuch stehen folgende Paragraphen:

Praragraph 131 Abs.2 ff besagt, dass in Amarak eine freie Berufswahl herrscht, solange die Gesetze innerhalb Amaraks befolgt werden.
Desweiteren garantiert dieser Paragraph, dass Rituale, Gebräuche und Sitten von diversen Gilden und Berufszweigen uneingeschränkt
ausgeübt werden dürfen, sofern diese Berufe als jene anerkannt sind und zweifelsfrei mehr als 100 Jahre existieren.

Paragraph 214 Abs.1 ff besagt, dass jede Gilde und Berufszweig im Raum Amarak, Stationen und Hubs eingeschlossen,
Werbung machen darf, solange diese klar dem entsprechenden Berufszweig zugeordnet werden kann. Sie unterliegt jedoch der Regelung,
dass weder, Flug- noch Auto- Bahn und Fussgängerverkehr von ihr behindert werden darf.

Paragraph 224 Abs.2 ff besagt, dass Stationsverschönerungen in Form von aufhängbaren Gegenständen erlaubt sind,
sofern sie dem Geschäft des Verschönerers erträglich ist und zugleich dem Wohle der Gemeinschaft zu Gute kommt.
Hierzu zählen, Bilder, Banner, Wimpel, aber auch Fahnen Leuchtzeichen und auch Warn-Schilder in jeder erdenklicher Form."

"Und nun zu Ihnen", lenke ich nach meinem gut vorbereitetem Vortrag weiter ein.

"Paragraph 233 Abs.1 besagt:
Bei auftretenden Uneinigkeiten bezüglich der Auslegung der Paragraphen des republikanischen Amarakischen Handelsgesetzbuches
ist wie folgt vorzugehen:
Der Widersprechende hat binnen 5 Tagen Widerspruch beim obersten Gericht von Amarak einzureichen.
Dieser Widerspruch wird dann durch eine Prüfinstitution auf seine Berechtigung und auf Formfehler geprüft werden.
Es muss ein Gremium aus 50% Berufsrichtern und 50% Schöffen gebildet werden, die zu einem angesetzten Termin
nach Abschluß der Anhörungen darüber einen Beschluß verfassen.
Diese Schöffen müssen aus der Bevölkerung rekrutiert werden und müssen zu 50% aus der Berufsgruppe des Betroffenen stammen.
Die Rekrutierung erfolgt mittels einer öffentlichen Ausschreibung, die regelmäßig in 1/4 Jahrestakt stattfindet.

"So meine Herren", leite ich nun mein Schlußplädoyer ein.

"Im Gegensatz zu Ihrem Forderungen bzw. Handlungsweisen ist meine gesetzeskonform.
Wenn sich irgendeiner von Ihnen an meiner Werbung zu schaffen macht, zeige ich ihn an wegen,
- Berufschädigung,
- Amtsanmaßung,
- Verstoß gegen das Wohl der Gemeinschaft,

Praragraph 101 Abs.1 des Strafgesetztbuches besagt desweiteren,
dass falls eine verbeamtete Intitutions bzw. Person gegen einen der Amarakischen Gesetze verstößt,
bzw. in einen Interessenskonflikt gerät, ist dieser im Interesse und zum Wohle der Gemeinschaft
sofort des Amtes zu entheben bzw. freizustellen ist und dessen Bezahlung einzufrieren.

Ich bin mal gespannt, wer von euch Schwachstrullern das riskieren wird,...."

lege ich nach und schließe mein Plädoyer ab...

Ich verlasse den Raum, ohne eine Antwort abzuwarten.
Ich lasse einen Haufen alte, kreide-bleiche Männer mit offenen Mündern zurück.
Ich drehe mich nicht einmal um und schreite mit geschwellter Brust aus dem Besprechungszimmer.

Ist schon schön hier in Amarak, seit dem die Republik hier das Sagen hat.
Hier herrscht Recht und Ordnung !

Wie spät ist es jetzt?
Warte....
Ah!
10.12 Uhr

Auf in den Angry Pirate !
Ich geb einen aus !

Gruß
der Engineer


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